Wenn Man(n) ausgenutzt wird

Ich darf heute als Gast einen Kommentar verfassen, komme von der männlichen Seite des Geschlechts und bin 24 Jahre alt. Ich hoffe das artet hier nicht in einem Text voller Selbstmitleid aus den man lieber verbrennen sollte als der ganzen Welt zum Lesen zu geben Dann mal los...

Keine Ahnung wo ich da anfangen soll. Ich komme gerade aus über 4 Jahren Beziehung die mindestens 2 Jahre lang eigentlich nur noch aus Gewohnheit geführt wurde. Es war eigentlich nichts mehr da, man hat sich aber (zumindest von der eigenen Seite) zu sehr an einander gewöhnt um jetzt alles kaputt zu machen. 4 Jahre in der gemeinsamen Wohnung jeden Tag nebeneinander aufwachen. Wie geht man mit so etwas um? Wenn einem schon die eigenen Eltern sagen "Pass auf mein Junge, die nutzt dich nur noch aus und ist dann weg" (hier kann auch gerne das Geschlecht ausgetauscht werden. Betrifft selbstverständlich alle Geschlechter). Einfach nicht glauben und verdrängen ist da wahrscheinlich die falsche Art, wie ich selbst erfahren habe. Man sollte es zumindest in Betracht ziehen und ein wenig im Kopf umher schwirren lassen. Vielleicht ist ja etwas wahres dran.

Kann man selbst mit längst vergangener Liebe noch so blind sein und nichts merken bzw. es einfach nicht wahr haben wollen? Scheinbar schon. Ich habe einfach von Tag zu Tag gelebt, das Leben so genommen wie es war. Ich habe nicht gemerkt oder verdrängt, dass die Gefühle zurück gegangen sind, die finanzielle Ansprüche und Selbstverständlichkeiten der Partnerin aber eher die andere Richtung genommen haben. Klar, als Student hat man nicht wirklich viel Geld, selbst mit einem Nebenjob nicht. Als finanziell stärkerer Partner mit gut bezahltem Vollzeitjob springt man bei so einer langen Beziehung auch gerne mal etwas mehr ein, wieso nicht wenn es geht. Wenn es aber zur Selbstverständlichkeit wird dieses Konstrukt finanzieren zu müssen, dann sollte man doch langsam mal nachdenklich werden. Ich weiß auch nicht wie sie es geschafft hat, aber jedes mal wenn ich anfing diese Beziehung anzuzweifeln, wurde ich irgendwie doch überzeugt das es doch alles wieder wird. Erst nach vielen Anläufen (als scheinbar genug finanziert wurde, kommt mir so vor) war die Beziehung aus ihrer Sicht wohl wirklich nicht mehr zu retten. Spätestens beim Auflösen der gemeinsamen Wohnung sollte man die "Gefühle" die man für einander hat (was wirklich nur die Gewohnheit war) ausblenden. Ich selbst habe es nicht gemacht und wurde auch dort (gefühlt) ums Ohr gehauen :D Bloß nüchtern an die Sache ran gehen. Einfach alles ausblenden und wirklich nicht daran denken, dass es vielleicht mal schön war.

Aus diesen Fehlern konnte ich nur lernen und bin so doch noch als Gewinner rausgegangen (zumindest was die Erfahrung angeht).

Ich denke an dieser Stelle sollte ich langsam Schluss machen. Ich will hier keine Frauen schlecht machen. In meinem Fall war meine Partnerin nunmal ne Frau. Deshalb habe ich es auch so formuliert.

Falls ihr noch nicht eingeschlafen seid, vielen Dank fürs Lesen. Tut gut so etwas auch mal aufzuschreiben. Vielleicht konnte ja der eine oder andere etwas mitnehmen

28.1.14 22:01

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Andreas Dibbern (28.1.14 22:35)
Hatte mal eine 5jährige Beziehung, es waren genau 5 Jahre in der Sie studiert hat. Da ich nie studiert habe bzw Abi gemacht habe, war ich danach wohl finanziell uninteressant geworden. Da leider auch erfolgreiche Frauen einen noch erfolgreicheren Partner wünschen (ja, gibt auch Ausnahmen), stand ich halt nicht gut da. Dazu kamen natürlich auch nich andere Gründe.
Über Beziehungen habe ich gelernt: Eine Frau dreht ihr Leben komplett auf den Weg von Anfang Zwanzig bis Ende Zwanzig, meistens in der Mitte. Inkl Charakter.
Und Frauen sind reine Kopfmenschen, sie verlieben sich mit dem Kopf und nicht mit dem Herzen. Merkt man auch daran das Frauen schneller über Beziehungen hinwegkommen als Männer. Und nochmal, es gibt auch Ausnahmen, mit denen hatte ich nur noch keine Beziehung.

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